Käfigfrei-Kampagne: weitere Fortschritte

drei braune Eier auf HolzSeit unserem letzten Fortschrittsbericht hat sich im Rahmen der Käfigfrei-Kampagne wieder einiges getan und die Abkehr von Eiern aus Käfighaltung kann erneut über mehrere Branchen hinweg verzeichnet werden.

Die ersten erfreulichen Nachrichten kommen aus dem Lebensmitteleinzelhandel und beweisen, dass Widerstand gegen die Auslistung von Käfigeiern letztlich doch in Einigung münden kann: Mit Feneberg und V-Markt haben die letzten beiden kleinen, uns bekannten Supermarktketten Käfigeier aus ihrem Sortiment genommen. Wir konnten unsere Liste käfigfreier Supermärkte zudem mit Markant und Jibi erweitern, die zuvor nicht vertreten waren und die (bis auf eine Ausnahme in einer Jibi-Filiale – wir bleiben dran) ebenso keine Käfigeier verkaufen.

In der Systemgastronomie lässt Burger King von sich hören: im Laufe dieses Jahres werden Eier für die unmittelbare Zubereitung im Restaurant (v.a für das Frühstücksangebot) auf Bodenhaltung umgestellt. Als zweiter Schritt wird überprüft, ob die Umstellung der Eiprodukte in Saucen möglich ist.

Im Backwarensegment ist Kuchenmeister, deutscher Marktführer für Fertigkuchen, für einen weiteren Wandel verantwortlich. Bereits jetzt stammt der Großteil der verwendeten Eier aus Bodenhaltung und eine komplette Umstellung ist laut des Unternehmens bis 2013 realisierbar. Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass das Unternehmen auch Eier aus einem Versuchsprojekt verwendet, bei dem den Legehennen die Schnäbel nicht wie üblich gekürzt werden.

Im Bereich Feinkost und Saucen hat zuletzt der Dressinghersteller “Zum Dorfkrug” umgestellt; auch das Unternehmen Settele hat sich erfreulicherweise auch dazu entschieden, noch diesen Sommer vollständig auf Boden- und Biohaltung umstellen.

Die zwei letzten guten Nachrichten stammen aus einer Kategorie, die noch nicht auf unserer Webseite vertreten ist: Eierlikör. Hier haben wir von Aldegott die Nachricht vorliegen, dass ausschließlich Eier aus Boden- und Freilandhaltung verwendet werden und Nordbrand Nordhausen hat zugesagt, bis 2013 auf Eier aus alternativen Haltungsformen umzustellen. Wir werden jetzt das Gespräch mit den Wettbewerbern suchen, um auch sie von der Umstellung auf alternative Haltungsformen zu überzeugen.

Hinweis für Endverbraucher: Da unabhängig von der Haltungsform die Brüder der Legehennen direkt nach dem Schlüpfen getötet werden und auch die Hennen die Belastung, fast jeden Tag ein Ei legen zu müssen, nicht lange aushalten (nach ca. einem Jahr werden sie geschlachtet), empfehlen wir die Verwendung von eifreien Alternativen. Im Bereich Transparenz weisen wir bei den einzelnen Branchen jeweils darauf hin, wo Sie eifreie Produkte finden können.